Mai 2020

Typische Feldvögel wie Goldammer oder Feldlerche leben nicht in den Feldmarken. Jedoch zeigen sich dem aufmerksamen Spaziergänger der hübsche Neuntöter (großes Bild), die häufige Dorngrasmücke (kleines Foto oben links) sowie der immer seltener werdende Gartenrotschwanz (kleines Foto unten links). Sie alle kehren spätestens im Mai aus ihren Überwinterungsgebieten in unsere Breitengrade zurück, um hier zu brüten.

 

An dieser Stelle möchten wir Sie mit monatlich wechselnden Bildern auf die Vielfalt des Niendorfer Geheges aufmerksam machen. Jeden Monat finden Sie hier eine kleine Geschichte und einige Fotos, die unserem Jahreskalender entnommen wurden.

Je nach weiterer Lockerung der Schutzmaßnahmen zur Eindämmung der Corona-Infektionen können möglicherweise im Frühsommer wieder erste Veranstaltungen unserer Kooperationspartner stattfinden. Informieren Sie sich bitte auf unserer Termin-Seite und direkt bei den Veranstaltern.

Wenn Sie im Gehege spazieren gehen, achten Sie bitte im eigenen Interesse darauf, den vom Robert-Koch-Institut empfohlenen Mindestabstand zu anderen Spaziergängern von 1,5 bis 2m einzuhalten. Wir wollen alle möglichst gesund bleiben! Alles Gute für Sie und Ihre Familien.

Und im Juni geht's an dieser Stelle farbenprächtig weiter ...

Foto: Lavinia und Sven Buchwald, Hamburg


18.02.2020: Rettungswache im Landschaftsschutzgebiet

Am 18. Februar 2020 fand in der Julius-Leber-Schule die "Öffentliche Plandiskussion zum Bebauungsplan-Entwurf "Schnelsen 96" für den geplanten Neubau einer Feuer- und Rettungswache am Schleswiger Damm statt.

Unser Verein war bei dieser Bürgeranhörung mit mehreren Vertretern vor Ort. Zum Hintergrund: Die geplante Feuer- und Rettungswache der Berufsfeuerwehr Hamburg soll an dieser Stelle am Rande der Schnelser Feldmark - in heutigem Landschaftsschutzgebiet - entstehen. Als Verein haben wir uns nicht nur den Schutz des Niendorfer Geheges, sondern auch der umliegenden Feldmarken auf die Fahne bzw. in unsere Satzung geschrieben.

Deshalb waren wir auch schon vor dem Beginn des öffentlichen Anhörungsverfahrens zum Bebauungsplan in Kontakten mit Bezirks- und Bürgerschaftsabgeordneten und dem Bezirksamtsleiter, als wir von dem Vorhaben erfuhren (vgl. Bericht im Niendorfer Wochenblatt vom 24.04.2019).

Natürlich sehen wir es nicht gern, wenn bestehender Landschaftsschutz aufgehoben wird. Angesichts der am 18.02.2020 vorgestellten Planung sind wir aber überzeugt, dass der geplante Ausgleich, mit dem zwei wertvolle Flächen qualitativ aufgewertet und dauerhaft gesichert werden, geeignet ist, diesen Eingriff adäquat auszugleichen. Außerdem soll ja noch ein zusätzlicher ortsnaher Ausgleich für die verlorengehende Waldfläche von 0,4 ha erfolgen. Wir müssen anerkennen, dass bei der Standortwahl gewichtige Belange der öffentlichen Daseinsvorsorge zu berücksichtigen waren und sind. Die geplante explizite Ausweisung als Fläche für den Gemeinbedarf mit der Zweckbestimmung als Feuer- und Rettungswache vermindert aus unserer Sicht auch die Gefahr, dass hier schleichend und leichtfertig bestehender Landschaftsschutz auf den angrenzenden Flächen aufgeweicht werden kann. 

Wir werden das Verfahren weiterhin interessiert und kritisch begleiten.

Weitere Informationen zum Bebauungsplanverfahren finden Sie hier.


 

Fotokalender 2020

+++ Update: Beeilen Sie sich, es sich nur noch wenige Restexemplare erhältlich! Bezugsmöglichkeit siehe unten +++

Er ist da! Unser erster selbst produzierter Foto-Kalender mit Bildern aus dem Niendorfer Gehege und den anliegenden Feldmarken.

Blättern Sie einfach einmal durch die Monate: Sie werden auf Bekanntes treffen und vielleicht von manch Neuem überrascht sein.

Wir würden uns freuen, wenn dieser Kalender den Blick noch einmal weitet für die Schönheit und Besonderheit und die staunenswerte Vielfalt von Flora und Fauna des Niendorfer Geheges und der angrenzenden Feldmarken.

Unser Kalender ist sicher auch ein schönes (Weihnachts-)Geschenk für nette Menschen, die noch keine Mitglieder bei uns sind.

Gegen eine Schutzgebühr von je 5 € können Sie den Kalender erwerben, einfach per E-Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! unter Angabe von Name, Anschrift und Anzahl der Kalender bestellen. Wir senden Ihnen die Kalender dann mit einer Rechnung zu.

Natürlich interessiert uns, wie Ihnen der Kalender gefällt. Wir freuen uns auf Ihre Rückmeldungen.


16.08.2019: Mit Niels Annen durch das Niendorfer Gehege

Am 16. August 2019 hatte der Eimsbütteler SPD-Bundestagsabgeordnete und Staatsminister im Auswärtigen Amt Niels Annen anlässlich seiner Sommertour zu einem Rundgang durch das Niendorfer Gehege eingeladen. Mit dabei waren neben interessierten Niendorferinnen und Niendorfern einige Mitglieder unseres Vereinsvorstands und der SPD-Bürgerschaftsabgeordnete und langjährige Gehegekenner Marc Schemmel. Nicht fehlen bei einem Gehege-Rundgang durfte natürlich unser Revierförster Sven Wurster, der die Gruppe etwa zwei Stunden durch den Wald führte und hierbei viele Informationen über den Zustand des Waldes und seine Forstarbeit gab.

Unter anderem führte uns die Runde durch das Niendorfer Gehege zur Aussichtsplattform Berenberg-Gossler, wo die Gruppe den wunderbaren Blickauf die heute als Hundeauslaufwiese genutzte Parkanlage des Barons Berenberg-Gossler genoss. Förster Sven Wurster erläuterte, warum das Totholz im Wald so wichtig ist und welche Problemlagen die Klimaveränderungen für das Gehege und andere Wälder mit sich bringen. Interessiert waren die Teilnehmenden auch daran, welche Schlüsse die Forstwirtschaft in Deutschland aus der aktuellen Problemlage zieht und welche Baumbestände gefährdet und welche Baumarten zukünftig stärker in den Fokus der Förster rücken, weil sie mit Trockenheit und Stürmen besser zurecht kommen.

Am Damwildgehege, dass vor etwa zwei Jahren, auch mit finanzieller Unterstützung des Vereins Pro Niendorfer Gehege, eine Aussichtsplattform bekam, die rege genutzt wird, versammelten sich Teilnehmerinnen und Teilnehmer zu einem Gruppenfoto, bevor uns der Weg zum Spielplatz am Bondenwald durch die im letzten Jahr mit Hilfe des NABU als Insektenschutzwiese in das NABU-Projekt "Aurora" eingebrachte extensiv gemähte Wiese führte.

Hinter dem Spielplatz zeigte uns der Förster, wie an einer Buche die Trockenschäden sichtbar werden: Massive Fruchtbildung (Bucheckern), die den Erhalt der Baumart sichern sollen und sehr kleine, gedrehte Blätter, wie man sie sonst von Buchen nicht kennen, zeigen, dass diese Buche, wie leider einige Bäume bei uns im Gehege und anderen Wäldern, unter der aktuellen Witterung und den Folgen des Dürresommers 2018 leiden.

Fotos: Marc Schemmel


 

11.07.2018: Schwerpunktthema 2018 - Artenvielfalt fördern!

"Nachhaltiger Insektenschutz" titelte das Niendorfer Wochenblatt am 11. Juli 2018 und informierte über unsere Aktivitäten im Niendorfer Gehege zur Unterstützung des NABU-Projekts "Aurora".

Den Artikel und Tipps, wie Sie in Ihrem eigenen Umfeld für nachhaltigen Insektenschutz sorgen können, finden Sie in unserem Pressearchiv.

 

 

 


 

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